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Vom Stauraum zum Wohnraum
Ein staubiger Dachboden bietet mehr Möglichkeiten, als auf den ersten Blick zu vermuten ist – warum nicht diesen Stauraum in einen lichtdurchfluteten Wohnraum verwandeln oder einem Teil der Familie ein separates Reich mit Bad und Küche schaffen?

Kreativität
Damit sich im Dachgeschoss gut wohnen lässt, ist natürlich eine entsprechende Raumhöhe Voraussetzung. Konstruktion und Form des Daches geben die kreative Marschroute vor: ein Sparrendach erweist sich beim Dachausbau als architektonischer Verwandlungskünstler. Beim Pfettendach sind die Pfosten im Blickfeld – eine reizvolle Variante. Das Satteldach besitzt durch seine zwei geraden Giebelwände viel mehr nutzbare Grundfläche.

Korrekturen
Eine Überprüfung der Tragfähigkeit gehört zum Dachausbau immer dazu. Alte Schäden werden gleich mitkorrigiert.







Energie sparen
Je besser der Wärmeschutz im Dachgeschoss, desto weniger Energie verbraucht die Heizung. Üblich ist die Zwischensparrendämmung, bei der die Dämmung, z. B. Mineralwolle in das Gebälk eingeklemmt wird. Eine Alternative sind ökologische Materialien wie Schafwolle oder Holzfaserdämmplatten. Sie sorgen dafür, dass sich das Dachgeschoss im Sommer nicht zu sehr aufheizt. Die Sparrentiefe beträgt bei den meisten Altbauten 12 cm. Das reicht nicht aus, um die erforderlichen Dämmstoffstärken von 16 bis 20 cm aufzunehmen. Abhilfe schafft eine Extra-Dämmschicht unterhalb der Sparren.

Neues Dach
Eine Aufsparrendämmung ist bei richtiger Ausführung wärmebrückenfrei und bietet sich an, wenn das Dach ohnehin neu gedeckt wird. Allerdings müssen alle Ansschlüsse wie Dachrinnen und Schornstein an die erhöhte Dachfläche angepasst werden.

Schallschutz
Neben dem Wärmeschutz spielt auch der Schallschutz eine wichtige Rolle: Trockenbau-Estrichelemente auf einer Granulatschüttung verhindern, dass man im unteren Stockwerk jeden Schritt hört. Raumtrennungswände werden in Holzständerbauweise erstellt, gedämmt und mit Gipsfaserplatten beplankt.

Belichtung
Belichtung und Raumaufteilung müssen aufeinander abgestimmt sein. Nach der Landesbauordnung soll die Fensterfläche ein Achtel bis ein Zehntel der Grundfläche betragen.

Gestaltung
Hier bieten sich Dachflächenfenster oder Gaubenfenster an. Französische Geländer oder ein Balkon ergänzen nicht nur Ihr Wohngefühl sondern auch die Fassade.

Zugang
Der Zugang zum neuen Wohnraum muss ebenfalls überlegt werden. Evtl. kommt eine Außentreppe in Frage. Oft ist ein zweiter Rettungsweg vorgeschrieben. Hier gibt die Feuerwehr Auskunft. Bei den vielen Details, die beim Dachausbau zu beachten sind, beraten wir Sie gerne, am besten gleich vor Ort.